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Wenn die Blasenschwäche
Ihr Leben beherrscht, ist es
höchste Zeit, einen Arzt aufzusuchen.
Lassen Sie sich
helfen! Dann können Sie Ihr
Leben auch wieder genießen.
Die Angst vor dem nächsten ungewollten Harnverlust und der
drohenden Geruchsbelästigung, unangenehme Hautreizungen
und die negativen sozialen Folgen einer Blasenschwäche kennen
alle Betroffenen. Da die Ursachen jedoch sehr unterschiedlich
sein können, sollte Ihr Hausarzt, ein Urologe oder der
Frauenarzt der erste Ansprechpartner
für Ihr Problem
sein. Häufig stellt er
die Diagnose allein durch ein ausführliches Gespräch mit dem
Patienten. Sind weitere Untersuchungen notwendig, wird er
Sie an einen Spezialisten überweisen.
Häufiger Harndrang, auch nachts, Startschwierigkeiten beim Wasserlassen
und eine unvollständige Blasenentleerung deuten auf eine gutartige
Vergrößerung der Prostata hin. Auf Basis dieser Gesprächsdiagnose
wird Ihr Arzt weitere Untersuchungen durchführen.
Bereiten Sie sich gut auf das Gespräch mit Ihrem Arzt vor. Nur
wenn Sie seine Fragen offen beantworten, Ihre Beschwerden
genau schildern und im Idealfall bereits ein Miktionstagebuch* führen, erhalten Sie die optimale medizinische Hilfe. In der
Regel wird Ihr Arzt wissen wollen, seit wann die Blasenschwäche
besteht, wie oft und in welchen Situationen Sie unkontrolliert
Urin verlieren, ob Sie beim Wasserlassen Schmerzen
empfinden, wie häufig Sie tagsüber und nachts die Toilette
aufsuchen müssen, ob der Harnstrahl kräftig oder schwach ist,
welche Vorerkrankungen bestehen und welche Medikamente
Sie einnehmen.
Ergänzend zum Gespräch wird Ihr Arzt eine körperliche Basisuntersuchung
vornehmen. Dabei tastet er den gesamten Harntrakt
ab und erhält dadurch Hinweise auf krankhafte Veränderungen
der Harnorgane. Beim Mann wird darüber hinaus die
Prostata abgetastet, Frauen werden zur Beurteilung der Beckenbodenmuskulatur
und der Lage der Blase gynäkologisch
untersucht. Besteht der Verdacht auf eine Harnwegsinfektion
oder Blasenentzündung, prüft das Labor, ob sich Bakterien im
Urin nachweisen lassen.
Eine weitere wichtige Untersuchung ist die Sonographie. Mit
einem Ultraschallgerät verschafft sich Ihr Arzt einen Überblick
über Lage, Form und Beschaffenheit von Blase, Nieren,
Harnleitern und Prostata. Gleichzeitig kann er mit dieser Methode
feststellen, wie viel
Harn nach dem Wasserlassen
in der Blase zurückbleibt – Mediziner sprechen von einer Restharnbestimmung. Auf
diese Weise können verschiedene Formen der Inkontinenz
unterschieden werden, die zwar dieselben Symptome aufweisen,
aber eine andere Behandlung erfordern.
Sollten die bisherigen Untersuchungsergebnisse nicht ausreichen,
um eine fundierte Diagnose zu stellen, schließen sich
weitere Tests an. Die urodynamische Untersuchung vermittelt
einen Eindruck über den gesamten Ablauf der Blasentätigkeit.
Gemessen werden der Harnfluss, der Blasendruck und
der Druck in der Harnröhre.
Keine Sorge, die Untersuchungen sind in der Regel völlig
schmerzlos. Sollte ein Blasenkatheter gelegt werden müssen,
erhalten Sie eine lokale Betäubung.
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